Social Learning

Im Kontext von digitalem Lernen bezeichnet Social Learning bzw. soziales Lernen gruppenbasiertes Lernen auf der Basis sozialer Medien (social Media). Social Learning liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass Lernen nicht nur ein kognitiver Prozess ist sondern auch auf der Basis von Interaktion und Kommunikation mit anderen Individuen erfolgen kann.

Im Mittelpunkt von Social Learning steht das gemeinsame Lernen bzw. das voneinander Lernen über soziale Medien. Diese erlauben eine hohe Interaktion, Kommunikation und Vernetzung zwischen den Lernenden untereinander bzw. zwischen dem Dozenten und den Lernenden. Die Teilnehmer erarbeiten mit Hilfe von Social-Media-Kanälen eine gemeinsame Wissensbasis, kommunizieren via Chat Funktionen, erstellen zusammen Wikis und Blogs oder erarbeiten geteilte Dokumente und Präsentationen.

Social Learning wird allgemein mit dem Vorteil assoziiert, dass sich die positiven Aspekte von Gruppenarbeiten nutzen lassen und eine hohe Interaktion und Kommunikation ermöglicht wird. Gleichzeitig entfaltet der Einsatz neuer Medien eine motivierende Wirkung für bestimmte Lernende.

Diskutierte Nachteile sind, dass eine gewisse Affinität zur Nutzung sozialer Medien erforderlich ist. Zudem ist die Bewertung einzelner Leistungen durch den Dozenten aufgrund des Charakters von Gruppenarbeiten schwierig. Schliesslich eignet sich Social Learning weniger für die Erarbeitung klar definierter Lernziele. Stattdessen entwickeln sich diese im Interaktions- und Kommunikationsprozess der Gruppenarbeit.