Analyse: Traditionelle Lernmanagementsysteme (LMS) unbeliebt

Analyse: Traditionelle Lernmanagementsysteme (LMS) unbeliebt

In Vorgesprächen zu ihrer Studie „Monitor Digitale Bildung“ in Berufsschulen, allgemeinbildenden Schulen und in Hochschulen stiess die Bertelsmann Stiftung immer wieder auf dasselbe Problem: Traditionelle Lernmanagementsysteme (LMS) sind bei Auszubildenden, Schülern und Studenten als auch bei Lehrenden chronisch unbeliebt. Dies erstaunt, sind doch  die Funktionen von LMS überaus vielfältig und auf den Benutzer anpassbar. Die Bertelsmann Stiftung fragte sich daher: “Warum macht es also offenbar so wenig Spaß, LMS-unterstützt zu lernen? Und weshalb empfinden viele Lernende und Lehrende die Nutzung dieser Systeme vor allem als belastende Pflichtaufgabe?”

Die Gründe sieht die Stiftung zum einen darin, dass LMS oftmals die organisatorische Welt der Bildungseinrichtung mit ihren jeweiligen bürokratischen Verfahren und Strukturen abbilden. Diese sei oftmals komplex und unhandlich. Zum anderen seien die eingebauten Dokumentations- und Kontrollfunktionen nicht allzu beliebt und würden oft als demotivierend empfunden. Hinzu käme schliesslich das oft komplexe Rollen- und Rechtemanagement traditioneller Lernplattfomen. Fazit: Konventionelle Lernplattformen bzw. Lernmanagementsysteme hätten ein zentrales Problem mit ihrer Usability.

So würden Hochschulen konventionelle Lernmanagementsysteme oftmals lediglich dazu nutzen, bestimmte Lernmaterialien als PDFs zum Herunterladen zur Verfügung zu stellen. Auch der Bildungsforscher Werner Sauter fordere für den Einsatz von LMS in Unternehmen und in der Weiterbildung einen „Paradigmenwechsel“. LMS würden zwar formelle, fremdgesteuerte Lernprozesse unterstützten, kollaboratives Arbeiten oder informelles und selbstgesteuertes Lernen hingegen kaum fördern.

Quelle: http://www.digitalisierung-bildung.de/2016/07/11/das-leid-mit-den-lernmanagement-systemen

 

Globaler EdTech Markt mit 17% Wachstum pro Jahr bis 2020

Globaler EdTech Markt mit 17% Wachstum pro Jahr bis 2020

EdTechXGlobal veröffentlicht einen jährlichen Report zum Zustand des globalen EdTech Marktes. Einige Kernaussagen aus dem Report 2016:

  • Die globalen Gesamtausgaben für Aus- und Weiterbildung liegen bereits jetzt bei geschätzten 5’000 MRD USD.
  • Derzeit sind nur 2% der Aus- und Weiterbildungsindustrie „digitalisiert“.
  • Der globale EdTech Mark soll in den kommenden Jahren um jeweils 17% pro Jahr wachsen.
  • Im Jahr 2020 soll das Volumen 252 MRD USD betragen
  • Insgesamt wird die Geschwindigkeit, mit welcher die Digitalisierung die Aus- und Weiterbildungsbranche transformiert, als langsamer eingeschätzt als in anderen Branchen. Als Grund hierfür wird vor allem die hohe Anzahl von „gatekeepern“ gesehen, die an Transformationsprozessen beteiligt werden muss, beispielsweise Dozenten, Lehrer, Regierungsorganisationen, „Policy Maker“ etc.
  • Bisher habe vor allem die USA den Trend im EdTech Markt gesetzt, wobei Asien nun aufhole. Europa sei bisher unterinvestiert und der Markt hier sehr fragmentiert.

Quellen:

http://www.marketwatch.com/story/global-report-predicts-edtech-spend-to-reach-252bn-by-2020-2016-05-25-4203228

http://ecosystem.edtechxeurope.com/2016-edtech-report